Sind wir paradiesfähig? Über den stammesgeschichtlichen Ursprung unserer positiven und negativen Eigenschaften
 
Prof. Dr. em. Irenäus Eibl-Eibesfeld
 

Im Vergleich zu früheren Zeiten, geht es zumindest den Menschen in den industrialisierten Ländern heutzutage wesentlich besser. Faktoren wie Krankheit, Hunger, wilde Tiere etc. haben an Bedrohung verloren oder sind überhaupt nicht mehr vorhanden. Jedoch brachte die rasante Entwicklung der technischen Zivilisation - vor allem in den großen Städten - eine Vielzahl an Belastungen mit sich, für die wir biologisch höchst unzureichend ausgerüstet sind. Einige unserer stammesgeschichtlichen Anpassungen, die in jener langen Zeit, als wir noch Jäger und Sammler waren geprägt wurden, helfen uns, damit umzugehen, andere schaffen uns Probleme. Stress, Unzufriedenheit und Aggression überlagern vielmals positive Eigenschaften wie Liebe und Mitleid und führen zu Krieg und Fremdenhass. Es geht darum, ein voraus denkendes, Generationen übergreifendes Überlebensethos zu entwickeln, um eine bessere Anpassung an die heutigen Lebensumstände zu erreichen.


 
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