Von einer wert-freien zu einer wert-vollen Wissenschaft
 
Prof. Dr. Ernst-Peter Fischer
 

"Wissen ist Macht", dieses nun fast 400 Jahre alte Programm, die Welt und die Gegenstände zu vermessen und theoretisch zu erfassen, um sie beherrschen zu können, hat zuletzt eine Wissenschaft hervorgebracht, die sich nicht mehr an ethischen oder ästhetischen Wertvorstellungen orientiert, sondern oft genug sogar als etwas Bedrohliches, gegen uns Gerichtetes, empfunden wird. So geschehen im Fall der Genforschung, die, obwohl sehr viele gute Argumente für sie sprechen, von einem Großteil der Bevölkerung kategorisch abgelehnt wird. Da Wissenschaft in einer hoch technologisierten Gesellschaft aber eine zwingende Notwendigkeit ist, muss man sich überlegen, wie man ihr zu mehr Akzeptanz verhelfen kann. Die Antwort ist relativ einfach: Wissenschaft muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wer als Wissenschaftler die Schönheit der Natur und den Wert des Menschen erkennt, wird lernen, dass es Dinge gibt, die es wert sind, erhalten zu werden. Ein solcher Wissenschaftler müsste sich um die Akzeptanz seiner Arbeit keine Gedanken mehr machen


 
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