Grenzen der Solidarität - Soziale Sicherungen in Zeiten der Globalisierung
 
Prof. Dr. Christoph Sachße
 

Der deutsche Wohlfahrtsstaat, der in den Jahrzehnten nach dem Ende des zweiten Weltkriegs das Spannungsverhältnis von Markt und Staat, Sicherheit und Freiheit erfolgreich ausbalanciert und sozialen Frieden und materiellen Wohlstand für breite Teile der Bevölkerung gewährleistet hat, ist von verschiedenen Seiten unter Druck geraten. Die öffentlichen Kassen sind leer und mit der Finanzierung des sozialen Sicherungssysteme total überfordert. Während der Arbeitslosenrekord die Sozialleistungen weiter in die Höhe treibt, der Staat einerseits immer weniger Steuern einnimmt und andererseits durch die ökonomische Globalisierung weniger Möglichkeiten hat, die Ressourcen zur sozialen Sicherung seiner Bürger autonom zu gestalten, geraten die traditionellen Leitbilder wohlfahrtsstaatlicher Sicherung zunehmend in Kritik. In dieser Situation ist es wichtig, dass das Konzept gesellschaftlicher Solidarität neu formuliert und den gewandelten sozialen Bedingungen angepasst wird.


 
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