Wie stattet man Interfaces mit intuitiven Fähigkeiten aus? Visionen eines Webdesigners und erklärten Alchimisten
 
 
Josh Kimberg
 

Die interaktiven Künstler sind die Alchimisten unserer Zeit. Ein intuitives Computer-Interface zu gestalten, das unseren Denkstrukturen entspricht, ist, als ob man Blei in Gold verwandeln würde. Aber wie die Alchimisten des 15. Jahrhunderts nichts von Chemie wussten, verstehen die Vertreter der interaktiven Kunst heute noch nicht die wirkliche Bedeutung ihrer Arbeit. Für die Entwicklung intuitiver Interfaces gibt es einige grundsätzliche Fragen zu klären: Auf welche Weise beeinflusst die Tatsache, dass wir alle Ideen, die wir haben, immer sofort umsetzen müssen, die Qualität der Produkte? Und hat das nicht umgekehrt wiederum Auswirkungen darauf, was wir als produktfähig ansehen? Welche Kriterien haben wir für die qualitative Beurteilung von Netzkunst? Wo ist die Grenze zwischen Game, Kunstprojekt und kommerziellem Netz-Projekt? Wie von McLuhan bereits vor 30 Jahren vorausgesagt, haben wir heute Zugang zu allen Kulturen und Informationen. Diese Tatsache hindert uns aber im Moment auch daran, die volle Potenz des Netzes auszuschöpfen. Die Frage ist nun, wie wir das Netz auf eine Weise zur Gestaltung des "global village" nutzen können, die den Nutzen für die Menschen nicht außer Acht lässt.


 
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