Wie und was werden wir morgen lernen? Visionen eines Software-Entwicklers
 
 
Luyen Chou
 

Technologie und Bildung sind in den letzten Jahren überall auf der Welt ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die Diskussion drehte sich dabei meist ausschließlich um Fragen der Infrastruktur und der Computerleistung. Wichtiger als alle technischen Probleme ist aber die Frage, welche Auswirkungen die neuen Technologien auf Menschen und Institutionen haben. Wenn man sich vor Augen führt, welchen umwälzenden Einfluss große Veränderungen in den menschlichen Kommunikationstechnologien, wie sie etwa die Erfindung des Buchdrucks darstellt, auf Bildungspraxis und -institutionen hatten, wird man davon ausgehen können, dass dies auch bei den neuen multimedialen Technologien der Fall ist. Da solche Entwicklungen sich langsam vollziehen, sind längerfristige Vorhersagen nicht möglich. Mit dem Wissen von heute können wir lediglich einige Eckpunkte der Veränderung beschreiben:Bildung wird durch digitale Multimediatechnologien und Vernetzung informationsreicher (information rich). Mit der Zunahme von Softwareanwendungen, die zur digitalen Aufbereitung von Inhalten zum Einsatz kommen, vergrößert sich auch die Option der Werkzeuge, die im Bildungsbereich verwendet werden. Lernen wird mehr mit Fragen als mit Antworten zu tun haben. Lernen kann mit Hilfe der neuen Werkzeuge leichter als mit herkömmlichen Lehrmethoden ein kollaborativer, gemeinschaftsorientierter Prozess werden.


 
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